Montag, 23. Februar 2009

Verlorene Kirchen

Mehr als 20 Orte des Gebets und der Einkehr in der Mitte Berlins wurden in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört; die Ruinen später abgerissen.
Von diesen bedeutenden Orten der Stadtgeschichte blieben nur noch Spuren, andere sind ganz aus dem Stadtbild verschwunden. Im April 1945 sprengte die Wehrmacht nur wenige Stunden vor dem Einmarsch der Roten Armee die mittelalterlichen Kirchen in Malchow, Wartenberg und Falkenberg am östlichen Stadtrand Berlins. Zur Zeit der Teilung der Stadt wurde die im Grenzstreifen stehende Versöhnungskirche gesprengt. Im Grenzstreifen bzw. im Bereich der Grenzabfertigung wurden die Ruinen der Gnadenkirche, der Luisenstädtischen Kirche und der Bethlehelmskirche abgetragen. Ich lade sie ein, mit mir auf Spurensuche zu gehen.
Hier finden Sie mehr über die Verlorenen Kirchen.

Dienstag, 17. Februar 2009

Ein Europaviertel in Hellersdorf?

Auf den Fassaden grauen Plattenbauten sollte durch gemalte Architektur die Illusion europäischer Altstadtfassaden entstehen. Die Fußgängerzone sollte zu einem „Boulevards der Nationen" werden.
Zur Zeit wird das Projekt nicht weiter geführt.

Samstag, 14. Februar 2009

Statistisch betrachtet ...

Wohnhaus von J.P. Süßmilch in der Brüderstraße

Statistisch betrachtet werden nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Es wird gefragt, gezählt, gerechnet, verglichen, bewertet und diskutiert – Statistik eben!
Der Vater der Bevölkerungswissenschaft und Statistik in Deutschland war ein Berliner.
Schon 1741 veröffentlichte Johann Peter Süßmilch (1707-1767) seine Ergebnisse zur Bevölkerungsentwicklung: „Die göttliche Ordnung in den Veränderungen des menschlichen Geschlechts".
Seine Methoden sind noch immer eine wichtige Grundlage für Bevölkerungsstatistiker.
Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, u.a. in Holländisch, Französisch und Japanisch.
Johann Peter Süßmilch war Propst von St. Petri in Berlin-Cölln und seit 1745 Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften. Er förderte das Schulwesen und setzte sich für die Aufnahme von Lessing in die Akademie ein.
Berlin war die erste deutsche Stadt, in der ein Statistisches Amt eingerichtet wurde.
Im Jahre 1852 wurde es als königliche Institution gegründet, als Amt des Berliner Magistrates entstand es erst 10 Jahre später.
Im Jahr 1742 wurde Süßmilch von Friedrich II. zum Probst von St. Petri in Berlin-Cölln ernannt.
In dieser Kirche – nahe der Kanzel – wurde er 1767 begraben. Zur Zeit finden dort Ausgrabungen statt.
Lernen Sie diesen Universalgelehrten des 18. Jahrhunderts bei einem Rundgang durch die historische Mitte Berlins kennen.

Sonntag, 8. Februar 2009

Erster Plattenbau

Der erste Plattenbau in Deutschland wurde schon 1926 nach Plänen des Archtekten Wilhelm Primkel in Friedrichsfelde errichtet.
Bis 1930 entstand in der Nähe des U-Bahnhofes Tierpark die sogenannte
"Kriegerheimsiedlung" für Kriegs- und Wehrdienstopfer des 1. Weltkrieges. Von 1952 bis in die 90er Jahre gehörte die Siedlung zur kommunalen Wohnungsverwaltung. Sie wurde nach dem im Januar 1945 hingerichteten Widerstandskämpfer Herbert Splanemann benannt.
1997 wurde die Siedlung privatisiert und danach denkmalgerecht saniert.

Samstag, 7. Februar 2009

Joachim Fest (1926 - 2006)

Blick in die Hentigstraße

In seinem 2006 im Rowohlt Verlag erschienen Buch "Ich Nicht" beschreibt der Publizist und Historiker Joachim Fest seine Kindheits- und Jugendjahre in Karlshorst.
Sein Elternhaus (jetzt umgebaut) befand in der Hentigstraße. In dieser Gegend wohnte auch sein Großvater, der wesentlich Anteil hatte an Gründung der Landhaussiedlung im Jahr 1895.
Sein Vater, Johannes Fest, war bis zu seiner "Beurlaubung" und späteren Entlassung aus politischen Gründen Schuldirektor an einer Katholischen Schule in Lichtenberg.

Neues Leben im alten Haus

Die Kita "Waschbär" wurde Ende Januar 2009 als zweite Kita an der Rummelsburger Bucht eröffnet.
Sie befindet sich im umgebauten und sanierten Waschhaus auf dem Gelände des 1877 bis 1879 errichteten "Städtischen Arbeitshauses" der Stadt Berlin.
1951 wurden die Häuser zum Gefängnis Rummelsburg umgebaut. Im Oktober 1990 wurde das Gefängnis geschlossen.
Seit ca. zwei Jahren werden die denkmalgeschützten Bauten zu hochwertigen Wohnungen umgebaut.

Zwischen 75 bis 80 Kinder können hier jetzt spielen, toben, forschen und streiten.
Die Kita ist ein Projekt der "Sozialdiakonische Jugendarbeit Lichtenberg e. V."